SPD-Rothenburgsort spendet Stolperstein für Rothenburgsorter

29. Juni 2011

Stolperstein_RothenburgsortDie SPD-Rothenburgsort und ich haben schon letztes Jahr einen Stolperstein für Rudolf Bartelt, geboren am 28.5.1911 in Hamburg, am 28.8.1944 gefallen im BB 999, gespendet. Rudolf war ein Genosse aus Rothenburgsort und lebte in der Marckmannstr. 100.
„In subjektiver Hinsicht hat der Angeklagte Bartelt eingeräumt, sich dessen bewusst gewesen zu sein, dass durch die Verbreitung der Zeitungen die alten Genossen zusammengefasst und durch die eingehenden Gelder die Bestrebungen der illegalen SPD gefördert werden sollten.“ Der Anklagevertreter des Hanseatischen Oberlandesgerichts am 15. August 1935.
Rudolf Bartelt wurde am 28.5.1911 als Sohn des Kranführers Rudolf Bartelt und seiner Ehefrau Martha, geb. Roggow, in Hamburg-Rothenburgsort geboren. Er besuchte die achtjährige Volksschule mit Erfolg und nahm eine Buchbinderlehre auf, während der er sich der „Gewerkschaft Graphisches Gewerbe“ anschloss. 1929 trat er der SPD bei, 1931 auch dem Reichsbanner, und fungierte von 1932 bis zum Verbot der SPD als Bezirksführer. Als er seine Stellung verlor, beteiligte er sich an der Gründung der „Erwerbslosen-Selbsthilfe“ und übernahm ehrenamtlich den Posten des Küchenmeisters. 1933 übernahm die NSV Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) die Selbsthilfeeinrichtung und stellte ihn fest ein.
Maßgeblich setzte sich für den Wiederaufbau der SPD in Rothenburgsort Franz Wendt ein. Er sammelte die Genossen, versorgte sie mit Schriften und organisierte die Unterstützung für die Angehörigen von inhaftierten SPD-Funktionären und –Mitgliedern, zur „Aufrechterhaltung des ‚alten Geistes der SPD’ und des ‚Geistes der Solidarität’“. Rudolf Bartelt wirkte dabei mit. Es ging um die Verbreitung der „Sozialistischen Aktion“ und der „Roten Blätter“ sowie die ihm in einem Exemplar gegebene Flugschrift mit dem Tarntitel „Die Kunst des Selbstrasierens“. Die Hefte wurden verkauft oder im Dienste der Propaganda weitergegeben, die Erlöse aus den Heften flossen wie die Spenden der Unterstützungskasse in der Verantwortung des Bezirkskassierers Franz Wendt zu. Ende August 1934 wurde Rudolf Bartelt entlassen. Die Gründe dafür sind nicht bekannt. Am 15. Februar 1935 wurde er wegen „Vorbereitung des Hochverrats“ und „Verstoßes gegen das Gesetz zur Neubildung von Parteien“ in Untersuchungshaft im KZ Fuhlsbüttel eingeliefert. Der Vorwurf lautete, der Inhalt der illegal verbreiteten Schriften diene der „Zerschmetterung“ der neuen Staatsform, und die Unterstützung inhaftierter Genossen habe denselben Zweck. Die sechsmonatige Untersuchungshaft endete mit der Hauptverhandlung am 15. August 1935, dem achten Teilverfahren „Wendt und Genossen“ des Prozesses „Menke und Genossen“, in dem sich Rudolf Bartelt zusammen mit 13 Anderen zu verantworten hatte. Der Hochverratsvorwurf ließ sich nicht aufrechterhalten, so dass allein der Verstoß gegen § 2 des Gesetzes vom 14. Juli 1935 gegen die Neubildung von Parteien geahndet wurde. Das Strafmaß bewegte sich zwischen 6 Monaten und 2 Jahren. Rudolf Bartelt wurde zu einem Jahr und vier Monaten Gefängnis verurteilt. Unter Anrechnung der Untersuchungshaft endete seine Haftzeit am 8. August 1936.
Am 3. Juni 1944 erhielt Rudolf Bartelt die Einberufung zu den Landesschützen in Lübeck. Wegen seiner politischen Vorstrafe wurde er in das Bewährungsbataillon 999 versetzt und fiel am 28. August 1944 bei Riga.
Quellen: VAN-Totenliste 1968; Archiv der VVN Hamburg B 6; FZH Archiv, 833-8, SPD 1933-1945 Prozesse, Band 3, Nr. 8; Für Freiheit und Demokratie, Hamburg 2003. (Zitiert aus dem Buch Stolpersteine in Hamburg-Rothenburgsort von Hildegard Thevs in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg)

Buch über Verfolgte des NS-Regimes in Rothenburgsort erschienen

23. Juni 2011

Stolperstein Am Freitag, den 15. Juli 2011 um 19 Uhrwird in der RothenBurg, dem Stadtteilzentrum in Rothenburgsort Vierländer Damm 3a, das Buch zu den Stolpersteinen in Rothenburgsort vorgestellt.
Die Stolpersteine sind Gedenksteine im öffentlichen Raum. Durch den Künstler Gunter Demning werden seit 1995 die kleinen Metallplatten dort in den Boden verlegt, wo Menschen, die durch die Nationalsozialisten zu Tode gekommen sind, ihren letzten selbstgewählten Wohnort hatten.

Live dabei beim Bau des Marktplatzes

19. Juni 2011

Der Neubau des Rothenburgsorter Marktplatzes nimmt immer mehr Gestalt an. Davon können Sie sich live am Bildschirm überzeugen mittels der Webcam des Investors AVW Immobiliengesellschaft. Die Haspa konnte schon vor einiger Zeit ihre neuen Räume am Marktplatz beziehen. Ende diesen Jahres soll die Baustelle verschwunden sein. Eine neue Rothenburgsorter Mitte soll dann den Stadtteil zieren. Wir freuen uns natürlich, dass dann auch der Wochenmarkt wieder an seinem angestammten Platz zurückkehrt.

StadtRAD-Leihstationen kommen nach Rothenburgsort

19. Juni 2011

Ende Juli 2011 wird das StadtRAD-System in die 4. Ausbaustufe gehen. Das Fahrradleihsystem “StadtRAD” wird in Hamburg seit Juli 2009 von der DB Rent GmbH betrieben. Zu Beginn wurden 700 Fahrräder an 67 Leihstationen in Hamburg aufgestellt. Aufgrund der großen Nutzung der Leihräder, gab es seitdem mehrere Erweiterungen mit zusätzlichen Leihstationen. Weitere 40 Leihstationen mit 805 Abstellplätzen und 500 Fahrrädern sind in Hamburg-Mitte noch dieses Jahr geplant. Dazu gehört die Hafen City, St.Georg, die Innenstadt, das Karoviertel, Borgfelde, Wilhelmsburg und Rothenburgsort. In unserem Stadtteil sollen die Stationen neben dem neuen Rothenburgsorter Marktplatz und am S-Bahnhof Rothenburgsort errichtet werden. Übrigens: Letzes Jahr erklärte man Rothenburgsort auch für 2011 noch “Leihstationen-frei”. Der Verkehrssausschuss der Bezirksversammlung hat jetzt am Montag, den 20. Juni das Thema Erweiterung des Leihsystems auf der Tagesordnung.

Montag, den 1. August um 19 Uhr Vorstand des Stadtteilrates

14. Juni 2011

RothenBURGAm Montag, den 1. August trifft sich um 19 Uhr der Vorstand des Stadtteilrates Rothenburgsort. Die Sitzung ist öffentlich. Hier werden die Themen festgelegt, welche beim nächsten Stadtteilrat besprochen werden. Der nächste Stadtteilrat tagt am Dienstag, den 23. August um 18.30 Uhr in der RothenBurg.